
Wir haben die Hälfte geschafft!
27. November
Gestern gab es doch kein Sushi! Wir haben die Algenblätter nicht gefunden! Dabei haben wir noch extra welche aus Hamburg mitgebracht und sehr gut verstaut, damit sie nicht zerknicken! Unsere Lebensmittel befinden sich in mehreren Schubladen, Fächern und unter den Bodenbrettern. Es gibt auch einen detaillierten Plan der Fächer und eine Liste, wo, was zu finden ist. Die Algenblätter sind aber, wie vom Boden verschwunden.
Und so gab es einen leckeren gebratenen Mahi-mahi mit Kartoffelpüree und grünen Bohnen zum Abendessen.
Neuerdings haben wir Probleme mit der Stromversorgung. Unserer Hydrogenerator (Watt&Sea), der uns bisher gut mit Strom versorgte, kommt mit dem Seegrass nicht klar, das in Unmengen durchs Wasser treibt. Wir versuchten ihn immer wieder von den Pflanzen zu befreien aber manchmal war er nach 10 min wieder voll mit Algen umwickelt.
Zum Glück ist der Hydrogenerator nicht die einzige Stromquelle hier an Bord, wir nutzen auch die Solarenergie und können mit dem Motor Strom erzeugen. Sollte es aber mit Strom knapp werden muß der Kühlschrank ausgeschaltet werden und auf Duschen verzichtet werden. Zum Spülen benutzen wir ohnehin Salzwasser, dass direkt aus dem Hahn ins Waschbecken läuft.
Stefan hat wieder eine Angelleine ausgelegt und nach kurzer Zeit war wieder ein Fisch dran. Diesmal eine kleine Makrele ca. 30 cm lang.
Und dann gab es Sushi !!! Wir haben die Algenblätter unter der Schublade gefunden !
Es war ein Festessen, und wir hatten auch einen Grund zu Feiern. Heute haben wir die Hälfte der Strecke nach Grenada geschafft. Auf den Champagner haben wir aber schweren Herzens verzichtet. Auf der Atlantiküberfahrt trinken wir Mein Alkohol!
- November
In der letzten Nacht haben wir wenig geschlafen. Schuld daran sind die Squall´s ( lokale Gewitter mit starkem Wind und Regen), denen wir versucht haben auszuweichen. Das ist uns nur teilweise gelungen, obwohl wir sie auf dem Radar sehen und deren Zuggeschwindigkeit und Richtung beobachten können. Von den ca. 10 Squalls die uns begegneten erreichten uns trotzdem Böen mit Windgeschwindigkeit bis zu 37 Kn. - November
Das Schönwettersegeln ist vorbei! Die Wetterlage hat sich geändert und wir müssen mit deutlich mehr Wind und Welle rechnen. Tagsüber sind es ca. 20 Knoten Wind und 2-2,5 m hohe Wellen. Das Schiff und die Mannschaft kommt damit auch gut klar.
Wir segeln jetzt Schmetterling mit ausgebauter Fock, die ist bei Bedarf schnell aufzurollen anders als der Parasailor, über den wir mit zwei Personen auf dem stark schwankenden Vorschiff einen Schlauch ziehen müssen um ihn danach durch die Luke ins Vorschiff zu befördern. Das Problem dabei ist das man für das Segel alle Hände braucht, man sich aber auch festhalten muss um nicht vom stark schwankenden Vorschiff ins Wasser zu fallen. Vielleicht kann man die Aktion ein bisschen mit Rodeoreiten vergleichen, mit dem Unterschied das ein Abwurf beim Rodeo selten tödlich endet. - Für die Nacht haben wir beide Segeln zum Teil eingerollt um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten. Trotzdem war es eine unruhige Nacht. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 Knoten bleibt man nicht gerne alleine an Deck, also blieben wir häufiger zu zweit, einmal auch zu dritt wach. Schlafen war bei den heftigen Schiffsbewegungen und enormer Geräuschkulisse ohnehin nicht möglich.
- Die Spitzenböe erreichte 37 Knoten Geschwindigkeit und andere Schiffe berichteten von Böen bis 45 Knoten. Unsere Nova hat dem Wind gut die Stirn geboten und ließ sich nicht von ihrem Kurs abbringen. Die Mannschaft hat auch geschafft sich bei diesen Wetterbedingungen zu beweisen. Jetzt müssen wir versuchen tagsüber den Schlaf nachzuholen.
Hallo Ihr Zwei –
vielen Dank für Eure SMS. Es ist schön von Euch zu lesen und das alles bishergut geklappt hat.
Wir wünschen Euch weiterhin ein gutes Gelingen.
Haben uns gerade Eure Position angeschaut – Ihr seit ja fast drüben! Alles Gute!
Dann aber Schampus in Strömen!!
Liebe Grüße, Sabine und Falk
Ihr Lieben,
schön zu lesen, dass ihr auch mit den schwierigeren Bedingungen gut klar kommt und das Schiff eine zuverlässige Basis ist. Erst zu wenig, dann zu viel Wind: Mal sehen, was noch kommt – wir wünschen Euch den besten Wind!
Hier in Hamburg gab es zuletzt auch über 30 kn Wind und Schneesturm: Im Auto fühlte man sich wie auf einem Schiff…
Alles Gute für die 2. Hälfte!
Friedlinde & Michael
P.S.: Gibt´s auch noch Fotos von weit draußen?
Hallo Michael ,
Von unterwegs konnten wir nur Texte schicken ! Jetzt haben wir die Beiträge mit Fotos ergänzt 😉