Guadeloupe, Dominica und Les Saint‘s mit Freunden aus Hamburg

Guadeloupe, Dominica und Les Saint‘s mit Freunden aus Hamburg

4. Januar 2024 0 Von admin

In Guadeloupe kamen unsere Freunde Friedlinde und Michael an Bord der NOVA. Wir begrüßten sie mit Sushi aus unserem selbstgefangenem, bereits zweitem Thunfisch in dieser Saison.
Am nächsten Tag verlegten wir das Schiff aus dem Hafen raus vor die kleine Badeinsel Le Gossier, wo wir ausgiebig badeten und einen Planteur (Rum punch) in der Inselbar genossen haben. Wir blieben in der Nacht vor Anker und kehrten am nächsten morgen nach Point á Pitre zurück um die Stadt zu besichtigen. Besonders interessant fanden wir den Marktplatz auf dem, neben reichlich Obst und Gemüse, Gewürze sowie Andenken zu finden waren. Man hätte auch das moderne und imposante Sklavenmuseum besichtigen können, es war uns aber nicht danach sich in Innenräumen aufzuhalten.

Am nächsten Morgen starteten wir nach Dominica, einer Insel, die wir bisher nicht besucht haben, obwohl sie eine der ursprünglichsten, naturbelassenen Inseln in der Karibik ist.
Der Grund dafür waren die Corona Vorschriften, die strenger waren als auf anderen karibischen Inseln. So hätten wir z. B. noch einen PCR Test vorzeigen müssen um einzureisen. Aber das ist jetzt erstmal vorbei.

Auf dem Weg nach Dominica hatten wir bis 22 Knoten Wind und teilweise unangenehme Welle. Friedlinde und Michael, die nicht zum ersten Mal in der Karibik auf dem Boot waren nahmen das ganz gelassen. Um so größer war die Freude, als ein Fisch angebissen hat und wir holten einen ca. 50 cm großen , schlanken Fisch ins Cockpit.

Wir verfrachteten ihn zunächst verpackt im wasserdichtem Beutel in den Kühlschrank. Für weiteres Betrachten war keine Zeit, wir mussten uns dem Segeln widmen.
Auffallend war aber schon der schmaler Kopf mit Unterbiss und gefährlich aussehenden spitzen Zähnen. Später fanden wir heraus, dass es ein Baracuda ist.
Zum Glück wussten wir schon, dass Verzehr von Baracudas (vor allem im nördlicherem Teil der Karibik, ab Guadeloupe) eine gefährliche Fischvergiftung hervorrufen kann, die sogenannte Chiguatera, die zu einer lebensbedrohlichen Nervenlähmung führen kann und so entsorgten wir schweren Herzens den Fang wieder in den Atlantik.

In Dominica wurden wir schon weit Draußen von einem Boy auf einem kleinen Boot begrüßt, der sich angeboten hat uns an eine Boje zu führen. Für die Boys bedeutet es ein großes Geschäft zunächst Hilfe anzubieten und dann mit weiteren Angeboten den Segler an sich zu binden. Es wurden Ausflüge angeboten, Obst und Gemüse verkauft und manchmal eine ganze Mahlzeit angeboten, die von der Mama gekocht noch warm auf das Segelboot gebracht wurde.
Wir konnten auch kaum nein sagen und buchten gleich einen Ausflug zum Indian River für den nächsten Tag sowie eine Wanderung zum Wasserfall.

Dominica wird wegen ihrer üppigen Tier und Pflanzenwelt auch „Natur Island“ genannt und ist zu 50% mit einem tropischen Regenwald bedeckt. Und das ist wirklich ein großes Erlebnis mittendrin zu sein.

Unvergesslich bleibt auch der Ausflug zum Wasserfall, hier haben wir die Bedeutung des Wortes Regenwald an eigener Haut erlebt. Es hat angefangen so stark zu regnen, dass an uns nichts trocken geblieben ist.

Auf dem Weg zurück nach Guadeloupe machten wir noch einen Halt auf Terre-Des-Haut einer kleinen Insel, die zu den Saintes gehört. Da sie nicht weit entfernt von Guadeloupe ist wird sie von vielen Franzosen für Tagesausflüge genutzt. Tagsüber ist ganz viel Trubel hier, aber die Abende sind sehr ruhig.

Wir machten eine Inselrundfahrt mit einem kleinen Elektrofahrzeug und besichtigten die Napoleonfestung sowie mehrere wunderschöne Strände.

Den nächsten Segelschlag machten wir zu der Pigeon Insel an der Westküste von Guadeloupe. Hier befindet sich das Jacques Cousteau Unterwasser Reservat, ein Schnorchel- und Tauchparadies. Wir konnten die Nova an eine Boje direkt an dem Spot befestigen und von unserem Boot los schnorcheln. Fürˋs Tauchen fehlte uns leider die Ausrüstung, die wir vor 2 Wochen zur Wartung abgegeben haben.

Die Weihnachtszeit verbrachten wir auf einem Ankerplatz in Deshaies.
Hier wird der Karibik Krimi “Death in paradise” gedreht und man kann einige Drehorte besichtigen, wie die Police Station, Catherines Bar und den Strand, wo im Film Harry’s (für nicht Eingeweihte, Harry ist der Hausleguan mit dem sich der englische Inspektor anfreunden muss) Hütte stand.

Wir besuchten auch den berühmten Botanischen Garten von Deshaies mit riesiger Vielfalt an tropischen Gewachsen und Blumen. Auch Papageien waren hier zu bewundern.

Für die letzten Tage vor der Abreise unserer Freunde hatten wir ein Auto geliehen, mit dem wir weitere schöne Plätze auf Guadeloupe entdecken konnten. Wir besuchten einen Nationalpark mit typisch karibischer Vegetation und Wasserfällen, tolle Strände und bewunderten atemberaubende Sonnenuntergänge.