Bei den Fregattvögeln auf Barbuda und mit Freunden in Falmouth Harbor.

Bei den Fregattvögeln auf Barbuda und mit Freunden in Falmouth Harbor.

30. März 2025 0 Von admin

Wir verließen Antigua, um die zum Staat Antigua und Barbuda gehörende Insel zu besuchen. Barbuda ist im Jahr 2017 durch den Hurricane Irma stark betroffen worden. 95 % der Häuser sind zerstört gewesen, die 1800 Bewohner wurden nach Antigua evakuiert. Bis heute sind nicht alle Schäden behoben, wie die Hotelruine am Strand. ( siehe Foto).
Die meisten Bewohner sind inzwischen zurück gekehrt und leben vorwiegend vom Fisch- und Hummerfang. Die Pläne für Bau eines Luxushotel scheiterten am Wiederstand der Bevölkerung.

Barbuda ist für ihre unendlich langen weißen Strände bekannt, die zum Teil sogar durch feine Muschelanteile rosa gefärbt erscheinen.
Für Segler gibt es keine Möglichkeit am Anleger fest zu machen, die einzige Möglichkeit ist mit einem Beiboot am Strand anzulanden.

Und da wir von unseren Freunden lauter Horrorgeschichten, was das angeht gehört haben, machten wir bisher einen Bogen um Barbuda. Das Tückische an dem Strand von Barbuda ist, dass sich wegen der langen Küste schnell eine Welle aufbaut. Das Anlanden erscheint noch einfach aber um wieder weg zu kommen braucht man mehrere kräftige Helfer um das Boot reinzuschieben bevor die nächste Welle das Dinghy quer dreht und es voll Wasser füllt.

Unsere Freunde sind durch die Welle so erwischt worden, dass das Dinghy samt Insassen umgeschlagen ist und alle ordentlich durchgewirbelt hat. Der Motor war anschließend voller Meerwasser und Sand und nicht mehr willig zu laufen.
Andere Bekannte haben bei der Gelegenheit ihre komplette Kameraausrüstung verloren.
Eine andere Gruppe mit einigen Dinghy’s profitierte davon, dass ein geübter Rettungsschwimmer die Boote schwimmend reingezogen hat und unseren Freunden geholfen hat vom Wasser aus in die Boote zu steigen, anders war es nicht machbar.

Wir waren also vorsichtig und beobachteten zuerst andere Dinghy’s beim Anlanden und Verlassen des Strandes. An diesem Tag fühlten wir uns nicht ermuntert das nachzumachen.
Am nächsten Tag nachdem wir ein Stück weiter nördlich den Anker geworfen haben und die Brandung abgenommen hat, betraten wir das Land. Der Strand war wirklich wunderschön weitläufig, ohne Menschen und mit weißem Sand bedeckt so weit das Auge reicht!



Die zweite Attraktion auf Barbuda ist eine Fregattvogelkolonie , die nach Galapagos die zweitgrößte auf der Welt ist.
Wir sind von einem ortskundigen Führer von unserem Schiff abgeholt und zu den Mangroven in der Lagune gefahren worden. Er erzählte uns, das die Raubtiere, die mit ausgebreiteten Flügel eine Breite von bis zu 2 m erreichen können, Nichtschwimmer sind.

Trotzdem fangen sie Fische an der Wasseroberfläche oder in der Luft, wenn sich die Fische einem Raubfisch entziehen wollten und aus dem Wasser springen. Aus diesem Grunde achten Fischer immer auf Fregattvögel beim jagen, weil sich dort in der Regel Tunfische, Mahi Mahi oder andere begehrte Raubfische befinden.

Die Männchen sind kleiner als Weibchen und werben um Sie, indem sie den roten Kehlsack aufblasen. Babyvögel sind weiß, struppig und sehr drollig. Es war ganz spannend Sie aus der Nähe zu sehen.


Auf dem Rückweg von Barbuda wurden wir Zeugen einer Regatta, der Caribbean 600, die von Antigua an verschiedenen anderen Inseln vorbei zurück nach Antigua führt und insgesamt 600 Seemeilen lang ist. (Strecke siehe Foto).

Die 12 – 33 m langen Schiffe mussten um eine Tonne rum, in deren Nähe wir vorbei segelten. Nach 2-5 Tagen kamen sie wieder in Antigua an und eigentlich wollten wir bei der Siegerehrung dabei sein, wenn wir nicht einen PAN PAN (Dringlichkeits) Ruf von einem manövrierunfähigem französischen Katamaran empfangen hätten.
Ganz in der Nähe von uns sahen wir, die um Hilfe winkenden französischen Segler. Letztendlich nahmen wir den Katamaran in Schlepp und brachten ihn zur Ankerbucht vor Jolly Harbor, wo er erstmal ankern konnte und eine notwendige Reparatur organisieren und vornehmen lassen konnte.
Wir waren ein bisschen enttäuschst, als wir noch nicht mal eine Flasche französischen Wein als Dankeschön bekommen haben, das hätten wir von einem Franzosen mindestens erwartet.
Die gängige Praxis in der Seefahrt besagt , dass die bis zur Hälfte des Wertes des abgeschleppten Bootes dem Retter gehört, wenn er mit einer fremden Leine geschleppt wird.



In Antigua verbrachten wir noch einige Tage im Jolly Harbor, wo wir viel Zeit mit schwimmen und Schnorcheln verbrachten und wandernd die Gegend erforschten. Beim erklimmen des benachbarten Hügel bewunderten wir die wunderschöne Aussicht auf die Bucht mit dem blauen Wasser.

Hier entdeckten wir auch den Baum mit den seltsamen länglichen Früchten und nahmen eine davon mit.
Mithilfe einer Bestimmungs –App stellte sich heraus , dass es sich um eine Capoc Frucht von dem Capoc Baum handelt. Wieder was Neues gelernt :).

In Falmouth Harbor, etwas südlicher in Antigua trafen wir wieder unsere Freunde Cordula und Andreas , die inzwischen an Bord des Catamarans CAROLINE von Natascha und Jochen, den Hafen ebenfalls erreicht haben. Hier verbrachten wir noch einige vergnügliche Tage zusammen, bevor wir weiter Richtung Süden aufbrachen.