Stürmisches Wetter auf dem Weg nach Antigua

Stürmisches Wetter auf dem Weg nach Antigua

9. April 2026 0 Von admin

Die Überfahrt nach Dominica war sehr stürmisch. Wir hatten mit einer längeren Starkwindphase zu tun und warteten schon seit Tagen auf weniger Wind. Seit mehr als eine Woche war der Wind mindestens 20 Knoten mit Windböen bis zu 36 Knoten. Mit gerefften Segeln erlebten wir eine rasante Fahrt, bei der wir eine maximale Geschwindigkeit vom 11,4 Knoten erreichten.

Kurz vor Dominica erreichte uns ein Funkspruch „Nova, Nova, this is Allegro, we are on anchor in Prinz Ruppert Bay and looking for a sun downer with you“

Das war eine Überraschung ! Wir vermuteten unsere amerikanischen Freunde Lee und Sharon weiter im Norden aber der Zufall wollte, dass wir uns unerwartet bei Dominica trafen.
Sie auf dem Weg nach Süden und wir auf dem Weg nach Norden. Beide mit dem Ziel über Nacht in der Prinz Rupert Bay zu ankern und am nächsten Morgen weiter zu segeln, ohne auf der Insel einzuklarieren.
Aus Rücksicht auf unsere betagten Freunde beschlossen wir unseres Dinghy ins Wasser zu lassen, um auf die Allegro zu kommen.

Voller Freude über das überraschende Treffen erlebten wir einen schönen gemeinsamen Abend. Am nächsten Morgen trennten sich wieder unsere Wege.


Die nächste Etappe führte nach Guadeloupe. Hier nutzten wir die guten Einkaufsmöglichkeiten in Bulliante und blieben für die Nacht.
Die hatte aber in sich. Es schaukelte sehr heftig und der Wind nahm immer mehr zu letztendlich erreichte die Windstärke in der Nacht 40 Knoten. Sowas haben wir vor Anker noch nicht erlebt. Es schaukelte heftig und die Boote drehten sich mehrmals im Kreis.
Bei Wassertiefe von 11m und dem starken Wind hätten wir mehr Kette legen müssen. Das war aber nicht möglich, weil andere Schiffe zu nahe zu uns ankerten.
Wir überlegten umzuankern fanden aber keinen geeigneten Platz. Es blieb nur wachsam zu sein und den Anker auch in der Nacht im Auge zu behalten.
Sehr hilfreich dabei war unsere Anker App, die sich meldet, wenn das Schiff ein vorgegebenes Radius vom liegenden Anker überschreitet.
Dies geschah auch am nächsten Morgen, wir rutschten einige Meter nach hinten und näherten uns einem Nachbarschiff. Wir überlegten nicht lange, holten den Anker hoch und verließen den unruhigen Ankerplatz. Am Mittag erreichten wir die ruhigere, geschützte Bucht in Deshaies.


Aber auch hier erlebten wir ein Abenteuer. Wir befestigten das Schiff an einer Boje mit Hilfe eines Edelstahlkarabiners, der ein bequemeres Befestigen und Loslösen der Leine ermöglichen soll.
Nach einer deutlich ruhigeren Nacht an der Boje, bemerkte Stefan am nächsten Morgen, dass wir uns gefährlich nah an einem Boot befinden und nicht mehr fest an der Boje hängen.

Stefan startete den Motor um das berühren des anderen Schiffes zu vermeiden und ein vorbeifahrendes Fischerboot befestigte uns wieder an der Boje.

Dann sahen wir die Bescherung: Unser Mooringkarabiner der 2,4 Tonnen Last tragen sollte war komplett aufgebogen und hat sich von der Boje gelöst.
Wir hatten noch Glück, dass nichts schlimmeres passiert ist.


Die weitere Strecke nach Antigua verlief trotz stärkerem Wind aus Nordosten friedlich und ohne weitererer Überraschungen.
4 mal hatten wir einen Fisch an der Angel, davon 2 Baracudas, die wir wieder befreiten, einen Mahi Mahi , der sich alleine vom Angelhaken befreite und einen 3 kg Thunfisch, den wir behalten konnten.