
Atlantiküberquerung die ersten 3 Tage
18. November
12:30 Uhr : Guter Start! Stefan, als alter Regattasegler lässt sich nicht nehmen eine strategisch günstige Startposition zu ergattern. Alle knapp 80 Boote starten zur gleichen Zeit. Bei 18 Knoten Wind und Halbwindkurs haben wir das Großsegel und die Fock gesetzt.
Der Wind soll aber einschlafen und wir müssen entscheiden, ob wir das ausgedehnte Flautengebiet im Norden oder im Süden umfahren. Wir entscheiden uns für die südliche Variante. Das Routingprogramm von Predictwind bestärkt unsere Entscheidung.
Beim hoch ziehen des Parasailors gibt es einen Strippensalat, das Segel verdreht sich um die eigene Achse und wir kriegen es auch bei mehreren Versuchen nicht hoch. Also runter damit.
Unter Deck breiten wir das Segel der Länge nach aus und ziehen wieder vorsichtig in die Tüte rein. Beim nächsten Versuch geht alles glatt. Der Parasailor bleibt über die Nacht oben.
Zum Abendessen gibt es Spagetti Cabonara unter Deck, es regnet ein bisschen, ist aber sehr angenehm warm.
19.November
Auf dem Schiff ist Ruhe eingekehrt. Barbara entdeckt einen gemütlichen Platz oben auf dem Vordeck, wo sie gesichert mit 2 Gurten lesen und chillen kann. Stefan ist beschäftigt mit Segeltrimmen , Wetterberichte und Routingspläne via Satellit runter zu laden und Robert genießt die Ruhe und das Meer um ihn herum.
Später zaubert Barbara bei ziemlicher Schaukelei und 28 Grad Hitze das Abendessen. Heute gibt es Wraps mit Hähnchen und Mais in Tomatensoße dazu Guacamole und Humus.
Die Wachen Verteilung für die Nacht hat sich inzwischen gut eingespielt. Stefan startet um 20:00 Uhr, damit er um 21:00 Uhr an der Funkrunde teilnehmen kann. Um 22:00 Uhr ist Barbara dran , dann Robert um 24:00 Uhr, Stefan um 2:00 Uhr, Barbara um 4:00 Uhr und Robert um 6:00 Uhr, jeweils 2 Stunden lang. Es sind ruhige Wachen, es gibt nur noch wenige Segelboote in der Nähe, kein Berufsverkehr und keine Fischerboote. Bei einem so ruhigem Wetter kann man den nächtlichen Atlantik richtig genießen. Die Temperatur am Deck ist auch viel angenehmer als drinnen in den Kojen.
Wir versuchen noch alles an Geschwindigkeit rauszukriegen aber nach dem Abendessen (in Hamburg eingewecktes Hackfleisch, Kartoffeln und Ingwerkarotten) ist es soweit, wir holen den Parasailor runter und starten den Motor.
Wir Motoren die ganze Nacht durch. Der Wind hat etwas zugenommen, wir hätten schon mitten in der Nacht den Parasailor setzen können. Durch die durchgemachten Erfahrungen entschieden wir uns aber die Aktion in der Helligkeit zu starten.
Toller Bericht! Danke, dass wir an dieser Challenge teilhaben dürfen!
Wie wird der Einsatz des Motors denn in der Wertung berücksichtigt?
LG – MIchael