
Atlantik 21-23. November
21-23 November
Das war auch eine gute Entscheidung, den Parasailor nicht in der Nacht zu setzen. In der Helligkeit klappte es erst beim 3. Versuch. Das Segel ist beim Hochziehen sehr eigen und möchte oft nicht so, wie wir es wollen. Wenn es aber oben ist, braucht er nicht viel Aufmerksamkeit und sorgt für weniger Schaukelei.
Laut dem Wetterbericht und den Routing Vorschlägen von PredictWind sollte man weiter südlich fahren, um nicht erneut in ein Windloch zu kommen. Nur wenige Segler entschieden sich für die nördliche Route. Wir fahren weiter Richtung Süd. Ob unsere Strategie aufgeht, wird sich zeigen.
Zum Abendessen gab es Spagetti mit Trüffelpesto und Salat.
Beim Sonnenuntergang wurde uns eine Delfin Show dargeboten. Duzende Delfine begleiteten unser Schiff und vollbrachten beachtliche Kunststücke.
- November
Kein Segel runter oder hoch, keine Action. Ein ganz entspannter Tag. Am Morgen stellte Robert fest, dass einige unserer draußen hängenden Bananen überreif sind und anfangen auf‘s Deck zu tropfen. Heute war also Bananenmenü angesagt: Bananen zum Frühstück, Bananen zwischendurch und selbstgebackenes Bananenbrot zum Kaffeetrinken, geröstete Nudeln mit Speck und Ei und Bananen zum Nachtisch (die Bananen wollte aber keiner mehr essen ). Parasailor bleibt auch in der Nacht oben.
23. November
In der morgendlichen Funkrunde über die Kurzwelle erfahren wir täglich die Position und Geschwindigkeit der anderen Schiffe sowie Wellenhöhe- und Richtung in deren Nähe. Außerdem wird es sich über besondere Ereignisse ausgetauscht: Wer wegen Ruderdefekt auf dem Weg zurück nach Mindelo ist, wer wegen Erkrankung erst 3 Tage später in Mindelo starten konnte und wer den größten Fisch gefangen hat.
Nicht alle Schiffe können über die Kurzwelle kommunizieren, mit denen können wir nur mit UKW im Umkreis von ca. 30sm Kontakt aufnehmen. Das machen wir , wenn sich unsere Wege kreuzen und wir sicher gehen wollen, dass die andere Mannschaft wach ist, uns auf dem Plotter sieht und die Vorfahrtsregeln kennt.
Auf unserem Plotter können wir Segelyachten sehen, die sich im Umkreis von 15 Sm befinden, weil die Sendeleistung der entsprechenden AIS-geräte nur ein Bruchteil derjenigen auf Berufsschiffen ist. Stefan hat jetzt aber geschafft die YellowBrick Ansicht über Iridium Mail zu empfangen. Jetzt können wir also auch unsere Position im „ARC Rennen“ mitverfolgen und alle anderen Schiffe sehen. Wir sind mit unserer Position sehr zufrieden, da wir nicht zu den größten und schnellsten Schiffen gehören.
Für das Abendessen ist Sashimi und Sushi geplant, der Thunfisch muss aber noch gefangen werden. Seit 3 Tagen versuchen wir vergeblich ein Fisch zu angeln. Heute Morgen waren lediglich 3 kleine fliegende Fische an Deck zu finden. Wir geben die Hoffnung noch nicht auf!
Schön jetzt wird es spannend. Atlantik ist schon eine Herausforderung.
Hoffentlich findet ihr auch genügend Schlaf. Ich nehme an Nachts muss man auch einer in den Ausguck 🙂
Grüße Peter
Toll das ihr den Parasailor so gut in den Griff bekommen habt. Ein anderes deutsches Team schreibt in ihrem Blog, das bei ihnen in den ersten Tagen das Spifall 2 Mal gerissen ist und sie ihren 160qm Parasailor jedesmal mit großer Anstrengung aus dem Wasser ziehen mussten.
Euch über Yellow Brick zu verfolgen und euren Blog zu lesen ist spannender als die Tagesschau Abends und so wünschen wir euch weiterhin eine entspannte Überfahrt und natürlich einen leckeren Thunfisch an der Angel.
viele Grüße
Thomas