Abenteuer auf St. John‘s

Abenteuer auf St. John‘s

1. März 2023 2 Von admin


Von St. Thomas ging es weiter nach St. John‘s, einer Insel, die früher dem Herrn Rockefeller angehörte. Später wurde  2/3 der Insel zu einem Virgin Island Nationalpark ernannt. Außer der Hauptstadt  Cruise Bay, die sehr touristisch ist, scheint der Rest der Insel zum großen Teil unberührt.
Ankern ist nur an bestimmten Stellen erlaubt , teilweise nur Stundenweise oder nur tagsüber.
Auf Empfehlung unserer amerikanischen Freunde machten wir in der Francis Bay fest. Wir lagen direkt vor einem windgeschützten Badestrand, wo man beim Schnorcheln unter anderem Schildkröten beobachten konnte. Hier haben wir zum ersten Mal das Stand up pedaling ausprobiert. Lee (78 Jahre alt), dem das Brett gehörte  begleitete uns mit einem Kayak und gab uns die ersten Tipps. Beim glatten Wasser, wie hier in der Bucht waren wir durchaus erfolgreich,  bezweifeln aber, ob wir es auch im welligen Wasser so gut  hinkriegen würden. 

Um wieder nach Westen Richtung St.Martin zu segeln beobachteten wir täglich die Wetterlage in der Hoffnung, dass der Wind etwas nördlicher dreht und wir nicht direkt hoch am Wind kreuzen müssen. Inzwischen segelten wir auf die südöstliche Seite der Insel in die Coral Bay und ankerten in der Nähe eines, wohl schon längere Zeit hier an der Boje liegenden Dreimasters mit einer Piratenflagge. Die Einwohner schienen friedlich zu sein.
In der Coralbay erhofften wir unsere Vorräte aufzubessern, die sich bedrohlich dem Ende neigten. Ein selbst gebackenes Brot rettete unsere Not und Spagetti mit Tomatensoße waren auch noch an Bord. Wir vermissten aber Butter, Obst und Gemüse.

Was das Angebot angeht wurden wir nicht enttäuscht aber die Preise überstiegen alles, was wir bisher in der Karibik gesehen haben. 245 g Butter 4,99 $ Eisbergsalat 8$.

Nachdem wir uns mit dem Nötigen eingedeckt haben entschieden wir uns in eine Nachbarbucht zu fahren, um zu schnorcheln und den defekten Windgeber auszuwechseln.

Frühmorgens versuchten wir vergebens den Anker zu holen, er saß bombenfest und war nicht zu bewegen. Natürlich vermuteten wir gleich ein Enterversuch seitens der Piraten auf dem Nachbarboot und wir haben uns nicht geirrt, wir hingen an einem seiner 5 Anker, die das Schiff ausgelegt hat fest. Gegen „Lösegeld“ (300 Dollar für 2 Taucher im Einsatz) wurden wir dann freigelassen.

Erleichtert Verließen wir die Bucht und machten in der Hurican Hole an der Boje fest an der man wegen Naturschutz im Nationalpark nur tagsüber liegen darf.

Hier war es deutlich weniger rollig um auf dem Mast raufgezogen zu werden. Nicht ohne Muffensausen lies sich Barbara von Stefan in dem extra dafür angeschafften Klettergurt hoch ziehen, ausgerüstet mit einem Neuen Windgeber und Werkzeug, alles mit Bändern am Gurt abgesichert. Beim ersten Versuch,oben angekommen musste sie leider feststellen, dass statt Kreuzschlüssel doch ein Schlitzschraubenzieher zum Lösen der Schraube gebraucht würde. Also wieder runter und dann wieder hoch, diesmal mit dem richtigen Wergzeug. Es war nicht ganz einfach ganz oben auf dem Mast mit einer Hand die Schraube zu lösen, den alten Windgeber zu lösen, sichern und dann den Neuen reinzustecken und zu befestigen. Aber zum Schluß war die Freude groß, das die Operation gelungen ist.

Barbara ließ es sich nicht nehmen selbst oben auf dem Mast Fotos zu schießen. Wann hat man schon so ein Ausblick. Besonders interessant ist die Aufnahme auf der man in der oberen rechten Ecke einen winzig kleinen Schnorchler entdecken kann. ( siehe Tittelbild)

Die Angekündigte Änderung der Windrichtung hat sich nicht bewahrheitet, und so erkundeten wir noch einige Tage die Buchten von St John‘s und unternahmen ein Ausflug mit einem lokalen Bus für 1 Dollar nach Cruise Bay.